"Was kostet das?" Diese Frage kommt früh, manchmal schon in der ersten Mail. Berechtigt, denn niemand startet ein Projekt ohne ein Budget im Kopf. Die ehrliche Antwort ist nur selten eine einzelne Zahl. Sie ist eine Spanne und eine Erklärung, woran diese Spanne hängt.
Über Geld wird in unserer Branche gern schwammig geredet. Auf der einen Seite die Hoffnung, dass KI jetzt alles fast gratis macht. Auf der anderen die Pauschalofferte, die so tut, als wäre am ersten Tag schon alles klar. Beides führt in die Irre. Was hilft, ist zu verstehen, wofür du eigentlich bezahlst. Und das lässt sich sauber auseinandernehmen.
"Die KI schreibt den Code, also wird's günstig?"
Diese Rechnung klingt plausibel und stimmt trotzdem nicht. Sie geht davon aus, dass das Tippen der teure Teil war. Das war es nie.
Teuer ist die Entscheidung, was überhaupt gebaut werden soll. Teuer ist der Entwurf, wie die Teile zusammenpassen, damit das System in einem Jahr noch wartbar ist. Teuer ist die Prüfung, ob das, was rauskommt, auch das Richtige tut. Agentic Coding beschleunigt das Schreiben. Die Arbeit davor und danach bleibt.
Agentic Coding senkt die Kosten fürs Tippen. Den teuren Teil, die richtigen Entscheidungen, nimmt dir keine Maschine ab.
Das Gute daran: Weil das Tippen schneller geht, fliesst mehr von deinem Budget in die Dinge, die den Unterschied machen. Du zahlst weniger fürs Abtippen bekannter Muster und mehr fürs Nachdenken über dein konkretes Problem.
Wofür du wirklich bezahlst
Wenn wir für dich bauen, steckt dein Geld in drei Dingen. Erstens im Urteilsvermögen: zu wissen, welcher der zehn möglichen Wege der ist, der dich nicht in einem halben Jahr einholt. Zweitens in der Architektur: dem Datenmodell, den Grenzen zwischen Modulen, den Entscheidungen, die später teuer zu ändern sind. Drittens in Review und Tests: dem Teil, der dafür sorgt, dass dein Produkt auch für echte Nutzer hält, nicht nur in der Demo.
Der generierte Code selbst ist fast ein Nebenprodukt. Wertvoll ist, dass jemand mit Erfahrung die Richtung vorgibt und prüft, was die Maschine liefert.
Was den Preis treibt
Warum kostet dasselbe Feature beim einen Projekt zwei Tage und beim anderen zwei Wochen? An ein paar Hebeln, die fast immer dieselben sind.
Wie klar die Anforderung ist. "Ein Login" ist ein Satz. Ob es Single Sign-on braucht, Rollen, Zwei-Faktor, Einladungen per Mail, das sind fünf verschiedene Aufwände. Je schärfer wir wissen, was du wirklich brauchst, desto präziser die Schätzung.
Schnittstellen zu anderen Systemen. Eine eigene, abgeschlossene App ist berechenbar. Sobald deine Software mit einem Buchhaltungssystem, einer Zahlungsplattform oder einer alten Datenbank reden muss, kommt fremdes Verhalten ins Spiel, das wir nicht kontrollieren.
Der Zustand deiner Daten. Saubere Daten sind schnell. Gewachsene Excel-Tabellen mit zehn Jahren Sonderfällen sind es nicht. Die Migration alter Daten wird regelmässig unterschätzt.
Sonderfälle und Compliance. Der Normalfall ist meist schnell gebaut. Die Zeit geht in die Ausnahmen: Was passiert bei einem Abbruch mitten im Bezahlvorgang? Wer darf was sehen? Bei heiklen Daten kommen Datenschutzanforderungen dazu, die zur Architektur gehören, nicht ans Ende geschraubt werden.

Der Preis hängt selten am Offensichtlichen
Nicht das sichtbare Feature treibt den Aufwand, sondern was darunter liegt: unklare Anforderungen, fremde Schnittstellen, alte Daten, Sonderfälle. Wir machen diese Hebel früh sichtbar, damit du weisst, woran die Zahl hängt, bevor du dich festlegst.
Warum wir nicht pauschal pro Feature rechnen
Eine feste Zahl pro Feature klingt verlockend, weil sie Sicherheit verspricht. Sie tut aber so, als wäre am ersten Tag schon alles bekannt. Das ist nie der Fall, und der Preis dieser Scheinsicherheit ist hoch: Entweder wir polstern jede Schätzung dick, damit wir nicht draufzahlen, oder wir kürzen am Ende heimlich an der Qualität. Beides ist schlecht für dich.
Wir schätzen deshalb in Spannen und mit klaren Annahmen. Statt "Feature X kostet Y" sagen wir, was wir für die Zahl voraussetzen. Ändert sich eine Annahme, ändert sich die Zahl, und du erfährst es sofort, nicht in der Schlussrechnung.
Wie eine Schätzung bei uns aussieht
Wir schauen uns mit dir an, was du wirklich brauchst, und trennen das Notwendige vom Wünschenswerten. Dann bekommst du eine Spanne mit den Annahmen dahinter, schriftlich. Statt mit dem grossen Wurf zu starten, bauen wir zuerst die kleinste Scheibe, die etwas Echtes hervorbringt. Danach hast du etwas in der Hand und entscheidest mit echten Daten weiter, nicht auf Basis einer Folie.
So bleibt das Budget unter deiner Kontrolle. Du gibst nicht alles auf einmal frei, sondern Schritt für Schritt, mit Ergebnissen dazwischen.
Die Faustregel
Eine Schätzung ohne Annahmen ist geraten. Wir schreiben dazu, worauf sie beruht. So siehst du nicht nur, was es kostet, sondern auch, was den Preis bewegt, wenn sich am Projekt etwas ändert.
Lieber eine ehrliche Spanne als eine schöne Zahl. Erzähl uns von deinem Projekt, du bekommst eine echte Einschätzung.



